Über das Mathematikstudium

Der Einstieg ins Mathematikstudium

Sie finden hier gesammelt Informationen, die sich an Studieninteressierte richten, die noch kein Mathematikstudium absolviert haben. Sollten Sie an unseren Master/Ph.D.-Programmen interessiert sein, so starten Sie bitte unter Studium.

Moderne Mathematik: traditionsreich und zukunftsorientiert

Mathematik ist eine der ältesten Wissenschaftsdiziplinen, ihre Wurzeln reichen bis in die Antike zurück. Seit jeher zog sie kreative Köpfe an, die ihre Energie auf die Lösung schwieriger Probleme aus Geometrie, Analysis, Algebra und Zahlentheorie konzentrierten und am Aufbau der faszinierenden Wissenschaft mitarbeiteten, die wir heute kennen.

Viele Leute glauben, Mathematik sei eine realitätsfremde Wissenschaft und befasse sich nur mit Problemen, die außerhalb der Mathematik keine Bedeutung haben. Das ist keineswegs zutreffend: Mathematik ist vor allem auch die Grundlage der Naturwissenschaften; sie liefert die richtige Sprache für Modelle, mit denen Vorhersagen für den Ablauf von physikalischen oder chemischen Vorgängen gemacht werden. Die Beschreibung unserer Umwelt durch Mathematik ist aber längst nicht mehr auf Physik und Chemie beschränkt: Die Kombination von mathematischen Modellen, Analyseverfahren und Computermethoden bildet quasi das Rückgrat moderner Technologien und hat sich inzwischen in vielen Disziplinen bewährt, wie z. B. Biologie, Finanzwesen, Versicherungswesen oder Ökonomie. Die UNESCO hat folgerichtig das Jahr 2000 zum "Jahr der Mathematik" ernannt.

Das Studium an der Fakultät für Mathematik

An der Fakultät für Mathematik der Universität Wien können von StudienanfängerInnen folgende Studienrichtungen belegt werden:

  • Das kombinationspflichtige Studium Mathematik Lehramt bildet Mathematik-LehrerInnen für höhere Schulen aus und umfasst demzufolge neben der fachmathematischen auch eine didaktische und schulmathematische Ausbildung.

  • Das Bachelorstudium Mathematik bietet eine umfassende Grundausbildung in reiner und angewandter Mathematik.  Im Anschluss an das Bachelorstudium kann die  mathematische Ausbildung auf höchstem internationalen Niveau in einem Master- und einem Doktoratsstudium weiter vertieft werden. Die erfolgreiche Absolvierung des Bachelorstudiums Mathematik an der Universität Wien garantiert insbesondere auch die Möglichkeit der Zulassung zum Masterstudium Mathematik.

Organisatorische Informationen und die relevanten Curricula (Studienpläne) finden Sie auf den Webseiten des StudienServiceCenters Mathematik.

Mathematik ist eine ausgesprochen international orientierte Disziplin mit vielen attraktiven Möglichkeiten für Studienaufenthalte im Ausland.

Das Studium an der Fakultät für Mathematik der Universität Wien ist sehr studentenfreundlich:

  • In der Anfangsphase des Studiums werden von TutorInnen geleitete Workshops angeboten, in denen eventuell fehlende Vorkenntnisse aus der Schule nachgeholt werden können.
  • Durch die vielen starken Forschungsgruppen  der Fakultät ist eine Spezialisierung (vor allem im Master- und Doktotratsstudium) in einer Vielzahl von mathematischen Richtungen möglich. Die fortgeschrittenen Curricula bieten sehr viele Wahlmöglichkeiten. 
  • Das Betreuungsverhältnis ProfessorInnen/StudentInnen ist sehr gut, und das "Institutsklima" ist dementsprechend ausgezeichnet.
  • Es besteht eine relativ große Freiheit bei der Wahl der Prüfungstermine. 

Berufsaussichten für AbsolventInnen der Mathematik

Im Studium der Mathematik an der Universität Wien spiegeln sich die reichen und vielfältigen Bezüge zu sehr modernen Technologien (Computerwissenschaften, Kryptographie, Genetik, Biomathematik, Halbleitertechnologie, ...) und jüngeren Interessensgebieten (Ökonomie, Statistik, Finanzmathematik) ebenso wieder wie die fundamentale Bedeutung für Naturwissenschaften (Physik, Chemie) und Philosophie (insbesondere Logik).

Es ist genau diese Breite der Anwendungen, die gut ausgebildete MathematikerInnen so vielseitig einsetzbar macht; schlichtweg unersetzbar werden sie durch die analytische Präzision des Denkens, die im Mathematikstudium so gründlich trainiert wird. Das Studium ist eine echte Herausforderung; dementsprechend finden sich AbsolventInnen kaum jemals in der Arbeitslosenstatistik. Neben der typischen Tätigkeit in Lehre und Forschung an Schulen und Universitäten entwickeln sich immer mehr neue Berufsbilder für MathematikerInnen, die gerade wegen der Universalität und Interdisziplinarität der Mathematik gar nicht leicht zu umreißen sind: MathematikerInnen entwerfen komplexe Softwaresysteme, führen Simulationsrechnungen im Maschinenbau durch, berechnen Risikoprämien für Versicherungen, ermitteln Werte von Finanzkontrakten, optimieren Kabelnetze, planen Produktionsprozesse, fertigen Statistiken an, modellieren die Funktionsweise des Hirns, erforschen ökonomische Zusammenhänge und erklären die Evolution.