Statements von Studierenden und AbsolventInnen

Diese Seite bietet kurze Aussagen von Studierenden und von AbsolventInnen zu Studienbedingungen und Berufsperspektiven der Mathematikstudien.

Statements von Studierenden

Sarah Hendorfer (Lehramt Mathematik sowie Biologie und Umweltkunde):

"Mich überrascht es immer wieder, wie einfach und unkompliziert das Anmelden zu Kursen im Mathematikstudium funktioniert. Durch die geringe Anzahl an StudentInnen sind ausreichend Plätze in Lehrveranstaltungen gewährleistet. Es besteht dadurch auch die Möglichkeit, Betreuungsverhältnisse zu genießen, die beispielsweise in meinem ergänzenden Lehramtfach in diesem Ausmaß nicht möglich sind.
Am erfreulichsten ist für mich jedoch nach wie vor, dass unter den StudentInnen eine Art Gemeinschaft entsteht, in der man sich nicht nur wohl fühlt, sondern wo man auch Unterstützung und Freundschaften finden kann."

Ilse Höllinger (Bachelorstudium Mathematik):

"Nachdem ich mein erstes Studium, Biologie an der Universität Wien (Zweig Mirkobiologie und Genetik), abgeschlossen hatte, habe ich begonnen Mathematik zu studieren. Im Gegensatz zur Biologie, in der Resultate von Experimenten oft mehrdeutig sind, hat mich an der Mathematik unter anderem die Präzision gereizt- Nämlich die faszinierende Tatsache, dass man mathematische Sachverhalte immer logisch beweisen oder widerlegen kann. Während der ersten beiden Jahre meines Mathematik Studiums war ich außerdem als wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig und es war gut möglich Berufstätigkeit und Studium zu verbinden."

Katharina Kienecker (Bachelorstudium Mathematik):

"Für mich ist es einerseits sehr wichtig, dass ich viel Zeit auf der Uni mit anderen Studierenden verbringe, und dass viel gemeinsam im Teamwork gearbeitet wird. Andererseits finde ich das Betreuungsverhältnis zwischen Professoren und Studierenden sehr gut, es war meist sehr locker und flexibel.

Die Vorlesungenfinden in angenehmer Atmosphäre statt, ohne Spur von Überfüllung. Inhaltlich konnte ich mir vor Studienbeginn wenig vorstellen, ich fand den Einstieg ins Studium aber sehr angenehm gestaltet und bemerkte schnell, dass das Studium gut zu meinen Fähigkeiten passt. Auch die anfängliche Unsicherheit, ob ich es überhaupt schaffen würde, hat sich bald als unbegründet herausgestellt."

Paul Schinninger (Lehramt Mathematik sowie Biologie und Umweltkunde):

"An der Fakultät für Mathematik ist die Betreuung der Studierenden ausgezeichnet und die Atmosphäre im Studium sehr angenehm. Überdies steht ein reichhaltiges und interessantes Lehrangebot zur Verfügung. Deshalb bereitet mir dieses Studium große Freude."  

Cornelia Schubert (Lehramt Mathematik und Chemie):

Besonders am Anfang meiner Studienzeit an der Uni Wien habe ich das gute Arbeitsklima zwischen den StudentInnen sehr geschätzt, das mir den Umstieg von "Schulmathematik" auf Hochschulmathematik sehr erleichtert hat. Nachdem relativ wenige StudentInnen Mathematik studieren, war ich am Anfang skeptisch, ob ich in diesem Studium richtig aufgehoben bin, gleichzeitig war das auch eine Herausforderung, trotzdem oder gerade deswegen dieses Studium zu wählen.

Im Gegensatz zu vielen FreundInnen aus anderen Studienrichtungen, die über strenge Teilnahmekriterien für Lehrveranstaltungen, komplizierte Anmeldeverfahren bei Prüfungen oder überfüllte Hörsäle geklagt haben, hatte ich solche Probleme im Studium nicht. Ich konnte mich also auf's Studieren konzentrieren und mich auf die neue Umgebung einstellen. Dabei  habe ich es besonders geschätzt, in den verschiedenen Übungen direkten Kontakt zu den Professoren zu haben, wodurch die persönliche Betreuung vom ersten Semester an gegeben war. Somit war ich nicht gleich von Anfang an abgeschreckt, sondern hatte die Möglichkeit und Zeit, mich einzuleben und einzuarbeiten. Ich habe mich während des Studiums sehr gut betreut und dadurch auch sehr wohl gefühlt.

Ruth Silberbauer (Lehramt Mathematik und Sport):

Auch ich war mir zu Beginn unsicher, ob ich Mathematik (war in der Schule ganz gut) studieren soll und ob ich das wirklich schaffen würde. Aufgrund der guten Betreuung und das Kennenlernen von anderen StudentInnen bin ich beim Fach Mathematik geblieben. Weiters ist das Klima sehr gut, als StudentIn hat man immer das Gefühl, dass man auch persönlich betreut wird, dass man sich um einen kümmert- da eben auch  weniger StudentInnen sind und das ganze persönlich ist.

Fabio Tonti (Bachelorstudium Mathematik):

Meine anfängliches Interesse galt der Physik, da ich damit mehr oder weniger die Welt verstehen wollte. Schon vor Studienbeginn viel mir aber die starke Wechselwirkung zwischen Physik und Mathematik auf, wobei sich die Anwendung der Mathematik keineswegs auf die Physik
beschränkt. Ich empfand Mathematik gewissermaßen als Grundlage für viele Wissenschaften, was dann zu meiner Entscheidung Mathematik zu studieren führte. Innerhalb der Mathematik war ich sehr bald vor allem zu Fragen in Zusammenhang mit den Grundlagen der Mathematik hingezogen. Schön daran finde ich vor allem, dass diese Grundlagen nicht nur philosophischer Natur sind, sondern selbst enorm reichhaltige mathematische Theorien hervorbringen.

Die hohe Qualität der Studienbedingungen ist vor allem am ausgezeichneten Betreuungsverhältnis sichtbar. Zu Studienbeginn dachte ich, dass das nicht so relevant wäre wie z.B. in der Schule, da ohnehin sehr viel eigenständig gearbeitet wird. Aber mit Fortschreiten des Studiums wird klar, wie wichtig es ist, mit den Lehrenden in allen möglichen Lehrveranstaltungen interagieren zu können, was bei einer geringen Anzahl an Teilnehmern ungemein effizient und ertragreich ist.

Statements von AbsolventInnen

Eberhard Mayerhofer (Vienna Institute of Finance; Abschluss Diplom und Doktorat Mathematik):

 "Ich habe auf verschiedenen Universitäten Mathematik studiert. Meine Dissertation schrieb ich in der Forschungsgruppe DIANA ("DifferentialAlgebras and Generalized Functions", 2004-2007) der Fakultät für Mathematik an der Universität Wien. Bei dieser war ich am Ende meines Diplomstudiums exzellent in partiellen Differentialgleichungen und verwandten Topics ausgebildet worden.

Während der Abfassung meiner Dissertation war ich als Forschungsassistent angestellt, und habe mich mathematisch mit einem Thema aus der Relativitätstheorie beschäftigt. Die große Herausforderung war der Aspekt der Interdisziplinarität- man ist Mathematiker, aber muss sich notwendigerweise mit Fachleuten anderer Disziplinen (in meinem Fall Physikern) und deren wissenschaftlichen Artikeln auseinandersetzen. Die Vorlesungen und Übungen an der Universität schätze ich sehr, da sie inhaltlich nicht nur aufeinander abgestimmt sind, sondern auch i.a. didaktisch exzellent aufbereitet sind. Von meinem Betreuer Michael Kunzinger habe ich auch gelernt, wie man rigorose und allgemein verständliche mathematische Beweise führt.

Die entsprechende Erfahrung, die ich meiner Arbeit sammeln konnte, kommt mir nun in meinem Job als Finanzmathematiker zu Gute: Einerseits arbeitet man viel interdisziplinär zusammen, z.B.: mit Ökonomen, Finanzingenieuren und Ökonometrikern (die Statistiker im Finanzwesen). Hier muss man zuerst eine gemeinsame Sprache finden, und vor allem Problemstellungen genau herausarbeiten, die oft nur in Prosa und nicht notwendigerweise linear formuliert sind (sprich es ist nicht klar, wo man anfangen soll, und wie vorgehen). Außerdem ist jenes analytische Denkvermögen, welches man als Mathematikstudent mitbekommt, sehr hilfreich für das Angehen allgemeiner Probleme (nicht notwendigerweise von mathematischer Natur). Dies ist der wesentliche Grund, warum man als Mathematiker in der Finanz (sowohl Forschung, als auch Praxis) willkommen ist."

Silvia Nossek (MIKADO Organisationsberatung, Abschluss Lehramt Mathematik und Geschichte):

"Ursprünglich hab ich ja Mathematik studiert, um es gemeinsam mit meinem zweiten Lieblingsfach Geschichte zu unterrichten. Und dann? Nach dem Studium keine Lust auf das System Schule, über einen Ferialjob Einstieg in die Software-Entwicklung in einem großen Konzern, viel Spaß, viel Kreativität. Zehn Jahre später dann schrittweiser Umstieg in die Organisationsberatung – heute unterstütze ich große Organisationen von Gewerkschaft bis IT Dienstleister bei Strategieentwicklung, der Gestaltung von Kommunikations- und Entscheidungsprozessen und Innovationsvorhaben. Und auch das mit viel Freude an meinem Beruf.

Was das alles mit Mathematik zu tun hat? Unmittelbar nicht viel. Mittelbar eine ganze Menge: das Erkennen und Strukturieren komplexer Zusammenhänge, das Spiel mit Komplexitätssteigerung und Komplexitätsreduktion, der Wechsel vom Allgemeinen zum Speziellen und wieder zurück – diese Fähigkeiten sind für die Gestaltung und Steuerung von Organisationen hochrelevant. Und genau diese Fähigkeiten werden durch das Mathematikstudium in bester Weise gefördert und gebildet. So gesehen sollte man allen ManagerInnen und PolitikerInnen das Studium der Mathematik ans Herz legen ;-). Für mich war es jedenfalls ein wesentlicher Baustein für meinen beruflichen Weg."

Birgit Strobl (Abschluss Lehramt Mathematik sowie Psychologie und Philosophie):

 "Ich habe mein  Lehramtsstudium Mathematik letztes Jahr beendet. Meine  Studienzeit habe ich sehr anspruchsvoll und bereichernd empfunden. Die geringe Anzahl an Studierenden erlaubte ein gutes Betreuungsverhältnis.  Sehr geschätzt habe ich das familiäre Ambiente,  das sich durch eine enge Zusammenarbeit mit den Professor(inn)en und anderen Student(inn)en auszeichnete.
Es gab nie Wartezeiten auf Seminar- und Übungsplätze, da immer ausreichend Plätze für alle vorhanden waren.  Ähnlich war es bei Prüfungsterminen, die ich mir häufig, sogar individuell mit dem jeweiligen Professor, vereinbaren konnte.
Somit kann man das Studium problemlos in Mindeststudienzeit absolvieren.

Paul Wedrich (Abschluss Bachelorstudium Mathematik):

"Vom ersten Semester an war mein Bachelorstudium Mathematik an der Uni Wien geprägt vom persönlichen Kontakt mit engagierten Lehrenden. Insbesondere in den Übungsgruppen, die zu fast allen Vorlesungen angeboten werden, lernt man nicht nur den Vorlesungsstoff und mathematisches Arbeiten, sondern auch Fakultätsmitglieder und andere Studierende näher kennen. Durch die große fachliche Breite des Studienplans und die Vorträge anderer Studierender in den Bachelorseminaren bekommt man Einblick in viele Gebiete der Mathematik. Auf der anderen Seite ermöglichen die zwei eigenen Bachelorarbeiten und der freiwillige Besuch von fortgeschrittenen Lehrveranstaltungen auch frühe Spezialisierungen. Die Administration des Studiums war in Hinblick auf die Größe der Übungsgruppen und die zeitliche Positionierung von Lehrveranstaltungen immer sehr zuvorkommend.
Von den Studienbedingungen her ist das Bachelorstudium Mathematik wahrscheinlich eines der angenehmsten Studien in Wien. Auf der fachlichen Seite sprechen die Lebensläufe der Fakultätsmitglieder und der ehemaligen Studierenden für sich."